Zivildienst in Wien: Gleichberechtigte Zivis
10. März 2010 | Kategorie: JugendZivildiener sollen endlich als echte Alternative zum Wehrdienst angesehen werden. Sie leisten keine Spur weniger, müssen aber veraltete Klauseln unterschreiben.
Veraltete Klausel – Reines Gewissen?
Eine dieser Klauseln ist die so genannte Gewissensklausel: Die Zivildiener müssen einen Punkt unterschreiben, der besagt, dass sie den “Dienst an der Waffe” aus moralischen Gründen ablehnen.
Bestimmt gibt´s viele junge Leute, die einfach keinen Bock auf den Umgang mit der Waffe haben. Der einzig ausschlaggebende Grund gegen die Entscheidung für den Wehrdienst wird es aber nicht sein.
Die junge ÖVP hat (unter anderem) aus diesen Gründen eine Aktion gegen die “Gewissensklausel” ins Rennen gebracht. Sie soll abgeschafft werden, weil sie veraltet ist und an der Realität vorbei geht.
Apropos Realität: Der so genannte “Wehrersatzdienst” scheint noch nicht als wirkliche Alternative zum Wehrdienst angesehen zu werden. Wie das? Traut sich jemand ernsthaft behaupten, dass die Zivi-Tätigkeiten weniger wert sind als die Wehrdienst-Inhalte? In den meisten Fällen sind die genauso beinhart, sie spielen sich bloß auf einer anderen Ebene ab. Auch pflegerische und/ oder soziale Aufgaben können ordentlich auf die Substanz gehen. Der Zivildienst ist eine anspruchsvolle Alternative und weit mehr als ein “Ersatz”-Dienst.




