Wiener Tafel: Weil Essen in den Magen gehört, und nicht in den Müll
20. Februar 2010 | Kategorie: Feature, WirtschaftDie Wiener Tafel setzt sich dafür ein, dass bedürftige Personen kostenlos mit Lebensmitteln versorgt werden. Im Fokus: Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung.
Hunger und soziale Isolation
In Österreich leben über 1 Million Menschen an der Armutsgrenze. Allein 5000 WienerInnen gelten als wohnungslos und kämpfen mit der Situation, dass sie am Monatsende nur mehr schwer bis gar nicht satt werden. Mangelernährung inkl. Krankheitsanfälligkeit sind nur ein Aspekt der Folgen: Die meisten Menschen, die an der Armutsgrenze leben, schlittern in die soziale Isolation.
“Wir bringen die Über-Lebensmittel”
So das Motto der Wiener Tafel – einem unabhängigen Umwelt- und Sozialverein, der sich dafür stark macht, dass Nahrung nicht im Müll, sondern im Magen landet. Die Organisation ist 1999 in Wien entstanden und hat ein “Liefervolumen” von bis zu 2,5 Tonnen Lebensmittel – täglich, versteht sich. Gesammelt und geliefert werden “überschüssige” Lebensmittel und Hygieneartikel, die wegen kleiner optischer Mängel nicht verkauft werden können. Verteilt werden sie an sozial schwache Menschen in Obdachlosenherbergen, Flüchtlingshäusern und Mutter-Kind-Heimen.
Kooperationsvereinbarung
Die ÖVP Wien konnte jetzt einen Pool der Wiener Kleintransportunternehmer dafür gewinnen, die Wiener Tafel zu unterstützen. Im Moment sieht es so aus, dass dem Verein nur drei Fahrzeuge für den notwendigen Warentransport zur Verfügung stehen. Mithilfe dieser neuen Kooperationsvereinbarung kann die Transportkapazität der Wiener Tafel maßgeblich erhöht werden: Der Verein bekommt von diesem Pool einen Zeitscheck für kostenlose Transporte und beauftragt einen der Transporteure, der dann an der Aktion teilnimmt. Er erledigt den Auftrag und enthält vom Pool seinen Tarif. Der Wiener Tafel stehen dadurch zusätzliche Transportkapazitäten ohne Zusatzkosten zur Verfügung.
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